Bücher im Wohnzimmer nach Zonen sortieren
Bücher nach Farbe zu sortieren ist ein beliebter Trick, um Regale optisch ruhig wirken zu lassen. Das Problem: Man findet nichts mehr wieder, und der Couchtisch wird zum Ablageplatz für alles, was gerade keinen farblich passenden Platz hat. Wer viel liest, kennt das. Ein Buch, das man gerade liest, darf liegen bleiben. Alles andere braucht einen festen Platz. Die reine Farbsortierung liefert keinen Hinweis darauf, welche Bücher oft benutzt werden und welche nur dekorativ sind. Deshalb ist es sinnvoller, das Wohnzimmer in Zonen einzuteilen.
Eine Zone ist der Bereich direkt am Sofa. Hier landen Bücher, die man aktuell liest oder in den nächsten Wochen lesen will. Dazu gehören auch Zeitschriften und Nachschlagewerke, die man häufig zur Hand nimmt. Eine zweite Zone ist das Regal gegenüber. Dort stehen Bücher, die man behalten, aber nicht ständig griffbereit haben möchte. Eine dritte Zone kann eine kleine Ablage neben dem Sessel sein. Wenn man diese Zonen einmal festlegt, muss man nicht mehr überlegen, wohin ein Buch gehört. Es wandert einfach dorthin, wo es gebraucht wird. Wer unsicher ist, welche Bücher auf dem Couchtisch liegen dürfen, findet unter Auf dem Couchtisch eine hilfreiche Einordnung, die genau diesen Punkt aufgreift.
Die Farbsortierung kann man trotzdem beibehalten, aber nur innerhalb der Zonen. Das heißt: In der Sofa-Zone dürfen die Bücher nach Farbe sortiert sein, solange die Auswahl stimmt. In der Regal-Zone ist es weniger wichtig, weil man dort seltener etwas sucht. Entscheidend ist, dass die häufig genutzten Bücher nicht nach optischen Kriterien ausgewählt werden. Ein Buch, das man gerade liest, hat auf dem Couchtisch nichts verloren, wenn es nur wegen seines roten Rückens dort steht. Umgekehrt darf ein farblich unpassendes Buch dort liegen, wenn man es tatsächlich benutzt. Diese Regel klingt banal, verhindert aber, dass der Couchtisch zur reinen Dekorationsfläche wird.
Wer die Zonen einmal eingerichtet hat, braucht keine komplizierten Systeme. Ein Blick auf den Tisch zeigt, ob die aktuelle Lektüre griffbereit ist. Ein Blick ins Regal zeigt, ob die Vorräte geordnet sind. Die Farbe spielt dann nur noch eine untergeordnete Rolle. Das Wohnzimmer wirkt aufgeräumt, ohne dass man ständig umsortieren muss. Und wer Besuch bekommt, muss nicht erklären, warum ein Buch mit falscher Farbe zwischen all den anderen steht. Es steht dort, weil es gerade gebraucht wird.